Jahresprogramm 2019

VORTRÄGE UND STUDIENFAHRTEN


DIENSTAG, 12. MÄRZ 2019, 19 UHR

NEUER BLICK AUF DIE MERCATOR-SAMMLUNG IM KULTUR- UND STADTHISTORISCHEN MUSEUM

Der Referent Dr. Gernot Tromnau war von 1977 bis Ende 2000 Direktor des Kultur- und Stadthistorischen Museums. Als langjähriger Vorsitzender der Mercator-Gesellschaft blickt er darauf zurück, was sich in den vergangenen Jahren rund um die Mercator-Schatzkammer des Museums bewegt hat. Seit seiner Gründung im Jahre 1902 war die Mercatorsammlung einer der Grundpfeiler des Duisburger Heimatmuseums. Der 1878 von der Bürgerschaft gestiftete Mercatorbrunnen auf dem Burgplatz vor dem Rathaus zeugt von der hohen Wertschätzung, die dem Gelehrten aus Ostflandern in seiner Wahlheimat zuteil wurde. Die Duisburger Mercatorsammlung gilt als eine der bedeutendsten Europas.

Anschließend: Jahreshauptversammlung der Mercator-Gesellschaft
SAMSTAG, 18. MAI 2019, 9 UHR

JÜDISCHES LEBEN IN WESTFALEN – TAGESFAHRT

Zunächst besuchen wir das Humberghaus in Hamminkeln-Dingden (Hohe Straße 1). Das frühere jüdische Wohn- und Geschäftshaus wurde vom Heimatverein Dingden e. V. aufwändig restauriert und zum Museum ausgebaut. Es erinnert an die jüdische Familie Humberg, die hier eine Metzgerei und einen Manufakturwaren- Laden betrieb und bis 1941 in Dingden wohnte. Bei der Sanierung des Hauses durch Mitglieder des Heimatvereins wurden zahlreiche Spuren des Lebens dieser Familie entdeckt und konserviert. Unter anderem befindet sich im Haus eine private Mikwe, was eine Seltenheit darstellt. Nach einem stärkenden Mittagessen fahren wir weiter zum Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten, das mit zahlreichen Preisen für seine Bildungs- und Vermittlungsarbeit ausgezeichnet wurde. Die Dauerausstellung trägt den Titel „L‘Chaim! Auf das Leben! Jüdisch in Westfalen“.
SAMSTAG, 1. JUNI 2019, 8 UHR

TAGESFAHRT NACH AHRWEILER – AUF DEN SPUREN DER RÖMER

Mit dem Bus geht es in die Vulkaneifel. Zuerst werden wir das „Römerbergwerk" in Meurin bei Kretz im Landkreis Mayen- Koblenz besichtigen. Im Vulkanpark befindet sich ein 2000 Jahre altes Abbaugebiet von Tuffstein, einem beliebten Baustoff in der Römerzeit. Bei der Besichtigung des ehemaligen, heute an der Oberfläche liegenden Bergwerks erhält man einen guten Eindruck über die damaligen Abbaumethoden. Anschließend fahren wir nach Ahrweiler und besuchen dort die „Römische Villa am Silberberg“. Beim Bau einer Umgehungsstraße hatte man diesen Gutshof entdeckt und über 10 Jahre hinweg ausgegraben. Wir werden mit einer Führung das große Gelände der Villa erkunden und lernen den römischen Alltag nördlich der Alpen kennen. Eine Mittagspause ist in Ahrweiler vorgesehen.
SAMSTAG, 12. OKTOBER 2019, 9 UHR

KURFÜRST UND UNIVERSITÄT! SPAZIERGANG IN BONN-POPPELSDORF

Jörg Weißmann, Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn, begleitet uns auf einem Spaziergang durch den Bonner Stadtteil Poppelsdorf. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Poppelsdorf zum Kurfürstentum Köln und war Namensgeber der Herrlichkeit Poppelsdorf. Nachdem das linksrheinische Gebiet zu Frankreich kam, wurde Poppelsdorf Sitz einer Mairie, sprich Bürgermeisterei, die bis 1904 Bestand hatte. Danach wurde die Gemeinde Poppelsdorf von der Stadt Bonn eingemeindet. Auf dem Weg über die Poppelsdorfer Allee werden wir das Lustschloss Clemensruhe des Kurfürsten Clemens August I. von Bayern, den Botanischen Garten sowie einige Universitätsgebäude zu sehen bekommen.
SONNTAG, 1. DEZEMBER 2019, 15 UHR
ADVENTSVERANSTALTUNG MIT VORTRAG

WESELS GROSSER MARKT IM 16. JAHRHUNDERT: DAS GESCHICHTS- UND GESCHICHTEN - PANORAMA IM LVR NIEDERRHEINMUSEUM

Der Referent Dr. Veit Veltzke ist Leiter des LVR-Niederrheinmuseum Wesel, das in der Zitadelle der ehemaligen Festung Wesel eingerichtet wurde. Es ging aus dem früheren Preußen-Museum hervor und wurde am 18. März 2018 mit der Sonderausstellung „Wesel und die Niederrheinlande“ wiedereröffnet. Dr. Veltzke stellt uns das begehbare Panorama des Weseler Großen Marktes im 16. Jahrhundert vor, das in die Sonderausstellung einführte. An diesem Geschichtspanorama hatten viele Weseler Einwohner als historische Figuren mitgewirkt.
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