Jahresprogramm 2018

VORTRÄGE UND STUDIENFAHRTEN


DONNERSTAG, 1. MÄRZ 2018, 19 UHR

DER REICHE HERZOG –
WILHELM V. VON JÜLICH-KLEVE-BERG (1516-1592)

Mit der Vereinigung der Territorien Jülich-Berg-Ravensberg und Kleve-Mark-Ravenstein unter Herzog Johann III. im Jahr 1521 war eine bedeutende Machtakkumulation entstanden. Als 1538 Johanns Sohn, Wilhelm V., die Erbschaft im Herzogtum Geldern und in der Grafschaft Zutphen antrat, schien bis zum energischen Eingreifen Kaiser Karls V. eine Großmachtbildung am Niederrhein möglich. Nach 1566 geriet der Territorienkomplex immer mehr in den Sog der Wirren in den benachbarten Niederlanden. Der Vortrag über Herzog Wilhelms V. wird den Blick auch auf konfessionelle, kulturelle und alltagsgeschichtliche Aspekte der Zeit lenken. Der Referent Guido von Büren ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum Zitadelle Jülich und Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e.V.

Anschließend: JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DER MERCATOR-GESELLSCHAFT
SAMSTAG, 14. APRIL 2018, 14 UHR

HALBTAGESFAHRT ZUM
STADTMUSEUM DÜSSELDORF

Das Stadtmuseum Düsseldorf ist neben den Abteilungen Archäologie und Stadtgeschichte mit Sammlungen zu Kunst, Kunstgewerbe,, Fotografie und Mode sehr breit aufgestellt. Unser Besuch gilt besonders der landesgeschichtlich bedeutenden Epoche der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg im 16. Jahrhundert. Einen deutlichen Schwerpunkt der Sammlung bilden die Portraits. Besonders hervorzuheben sind die Herrscherportraits der letzten Herzöge von Jülich-Kleve-Berg. Da - neben findet sich auch ein bislang wenig bekanntes Gemälde von Gerhard Mercator, der als Hofkosmograph in landesherrlichen Diensten stand. Museumsdirektorin Dr. Susanne Anna erwartet uns zu einem spannenden Rundgang.
SAMSTAG, 17. JUNI 2018, 8 UHR

TAGESFAHRT NACH ZONS,
KLOSTER KNECHTSTEDEN UND NIEVENHEIM

Am Morgen statten wir Zons mit seiner besterhaltenen Stadt - befestigung einen Besuch ab. Hierhin verlegte Erzbischof Friedrich von Saarwerden 1372 die Neusser Rheinzollstelle. Kloster Knechtsteden wurde im Jahr 1132 von Prämonstratensern gegründet. Das eindrucksvolle Bauwerk weist romanische und gotische Stilelemente auf. Die heute von Spiritanern geleitete Anlage ist vor allem wegen ihres Kreuzganges, aber auch durch das barocke Torhaus bekannt. In Nievenheim sehen wir den “Duisburger“ Salvator Mundi wieder, der 2016 für einige Monate nach Duisburg zurückgekehrt war.
SAMSTAG, 20. OKTOBER 2018, 14 UHR

STADTBUMMEL DURCH DEN KÖLNER SÜDEN,
FRINGSVEEDEL UND NEUSTADT.

Dr. Claudia Euskirchen wird uns noch einmal ein interessantes Stück Kölner Altstadt zeigen: das barocke Haus Balchem in der Kölner Südstadt, Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung, Städtebau nach Pariser Vorbild in der gründerzeitlichen Stadterweiterung, ein preußisches Fort mit Parkanlage der 1920er Jahre, die alte Kölner Universität. Dazu die Antwort auf die Frage: Was hat die Kirche St. Severin mit der Duisburger Salvatorkirche gemeinsam?
SONNTAG, 2. DEZEMBER 2018, 16 UHR

ADVENTSVERANSTALTUNG MIT VORTRAG:
PROTESTANTISCHER KIRCHENBAU IM KATHOLISCHEN UMFELD

Mit Brandenburg-Preußen bekommen die Protestanten am Niederrhein im 17. Jahrhundert eine Schutzmacht. So können sie auch im mehrheitlich katholischen Herzogtum Jülich-Berg Kirchen bauen, trotz mannigfaltiger Erschwernisse. In den Reichsstädten Aachen und Köln hatten es die Protestanten aber noch schwerer: Erst seit der Franzosenzeit und dann der Inbesitznahme der Rheinlande durch Preußen wird überall öffentlicher protestantischer Gottesdienst möglich. Der ehemalige Hauptkonservator des LVR, Dr. Ulrich Stevens, erläutert die Meilensteine auf dem Weg dorthin: Bau der Trinitatiskirche in Köln und Wiederaufbau des sog. Altenberger Domes, der nach dem Willen des Königs Simultankirche wurde und bis heute ist.
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